Osten · Etappe 4 von 10

Etappe 4 – Eisenach → Weimar

105 km
Distanz
09:19 h
Gesamtzeit
18 km/h
Ø Geschwindigkeit
1010 m
Bergauf
1000 m
Bergab
520 m
Höchster Punkt

Der Tag begann feierlich: Ein Lutherfrühstück mit Waffeln und Prosecco, als wollten die Gastgeber uns königlich verabschieden. Dann den steilen Anstieg hinauf zur Wartburg, dieser gewaltigen Festung, in der Luther das Neue Testament übersetzte. Ein Ort, der Kultur und Glaube formte, der Europa veränderte.

Die Fahrt führte weiter, vorbei an weiten Feldern, mit Blick auf den Brocken im Harz, der in der Ferne blau schimmerte. In Warza kehrten wir in ein Freibad ein – Gastfreundschaft pur, erfrischend und unerwartet.

Dann hinein nach Erfurt, vorbei am Flughafen, bis in die historische Altstadt. Die Krämerbrücke, seit dem Mittelalter bewohnt und belebt, trug uns über die Gera. Hier schmeckten wir eine frisch gebratene Thüringer Rostbratwurst – ein Erlebnis für Gaumen und Seele.

Doch bevor Weimar erreicht war, wartete der schwerste Teil: die Auffahrt zum KZ Buchenwald. Eine Steigung von 14 %, die uns körperlich forderte – und zugleich ein Ort, der uns emotional innehalten ließ. Ein Mahnmal, das Geschichte spürbar macht.

Umso befreiender war die Ankunft im vornehmen Dorint Hotel Weimar. Nach 105 km rollten wir mit Restakku ein, duschten, zogen frische Kleidung an und ließen uns ins Nachtleben treiben: Goetheplatz, Bierstube, schließlich Havana Club hoch zwei. Weimar, Stadt der Dichter und Denker – und für uns ein Fest.

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