Osten · Etappe 6 von 10
Etappe 6 – Crimmitschau → Dresden
Ein Kaiserfrühstück stärkte uns, bevor wir quer durch Mittelsachsen rollten. Felder, Dörfer, kleine Hügel – die Landschaft wirkte ruhiger, aber nicht weniger charmant.
Am Stausee Oberwald brachte uns eine kleine Komoot-Wirrung kurz aus dem Takt, doch der Anblick des Wassers im Morgenlicht war Trost genug.
In Chemnitz legten wir einen langen Halt ein: Mittagessen im historischen Ratskeller mit dem regionaltypischen Würzfleisch, während die Räder am ersten Ladepunkt Strom erhielten. Wir besuchten das monumentale Karl-Marx-Monument – ein Relikt der DDR-Zeit, das in seiner Größe zugleich fasziniert und erschreckt. Gleich daneben ragte der Rote Turm empor, ein mittelalterliches Bauwerk, das Chemnitz’ alte Wurzeln verkörpert.
Das Stadion des Chemnitzer FC passierten wir ebenso wie die „Alte Bierstraße“, deren Name nach Geselligkeit klang, auch wenn wir diesmal nur vorbeifuhren.
In Oederan allerdings wurde der Plan geändert: Ein Freibad lockte. Stundenlang warteten wir bei einem fast wahnwitzigen Schwimmbadwirt, doch die Abkühlung lohnte sich.
Zurück auf der Route rollten wir durch Freiberg, nahmen spät einen ungeplanten, aber köstlichen Bierstopp zur zweiten Ladung ein. Dann weiter durch den Sächsischen Forst, wo die letzten Hügel uns alle Reserven abverlangten.
Schließlich, in völliger Dunkelheit, tauchte Dresden auf: ein Meer aus Lichtern, barocke Kuppeln, Brücken über die Elbe. Nach 135 km rollten wir in die Stadt, bezogen das NH Collection Altmarkt, und ließen den Tag spät mit einer Speisung um 22:30 Uhr und Radeberger Bier auf dem Zimmer ausklingen.